Was geschah vor 50 Jahren in Troisdorf?
1959

Geschrieben von Peter Haas (ab 2005: Aus dem Pressespiegel der Stadt Troisdorf)

Am 4. Januar wird der Kinderhort von St. Hippolytus an der Friedensstraße   offiziell seiner Bestimmung übergeben, nachdem der Kindergarten schon 1955 als „Haus St. Michael“ eingeweiht worden war.

Die Statistik des Siegkreises weist u. a. folgende Einwohnerzahlen pro Kommune aus: 1. Siegburg 32 128 Einwohner, 2. Amt Menden 18 920 E., 3. Gemeinde Sieglar 17 255 E., 4. Stadt Troisdorf 16 171 Einwohner. Die größte Bevölkerungsdichte weist Troisdorf mit 2179,3 Einwohnern pro qkm auf.

Die Gemeinde Sieglar betrauert am 6.1. den Tod ihres stellvertretenden Bürgermeisters und langjährigen Schiedsmanns Engelbert Kemp.

Unter dem Motto „Di-La-Hei“ („die lachende Heimat“) steht am 17.1. die große Prunksitzung des Vaterstädtischen Vereins mit dem Präsidenten Franz Caspers im Saal Mörsch. Unter den Klängen der Kapelle Hans Stenz treten u. a. auf: Schmitz-Grön (Köln), Otto Kant (Köln), de „doof Noss“ Hans Hachenberg, Fritz Reuter und Anton Ropertz, beide aus Bonn, und Kurt Lauterbach.

Schmitz-Grön erzählt: „Früher bin ich managerkrank gewesen. Heute habe ich die Teenager-Krankheit. Deshalb fahre ich auch mit dem Moped. Do kamme mih senn. Bei der Lugerei han ich en Frau aanjefahre. Die wor esu deck, dat se net op eenmol op de Welt jekomme sen konnt. Ich wör och jern öm se röm jefahre, ävver ich woss net, op de Sprit dofür usreeche dät.“

Otto Kant als „Herr Gedöns“ sagt zu seiner Frau: „Ich han et Levve satt. Ich springe vom Balkong.“ Frau Gedöns: „Dann bes esu nett un nemm wenigstens de Müllemmer met.“ (So der Kölner Stadt-Anzeiger am 19.1.)

Am 22.1. geht Oberkreisdirektor Josef Clarenz in den Ruhestand. Paul Kieras wird am 2.2. einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt.

Zum Tod von Peter Thiesen am Freitag, dem 13.2., schreibt der KSTA folgenden Nachruf: „Nach langer, schwerer Krankheit ist eine der markanten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Gastwirt Peter Thiesen, gestorben. Peter Thiesen, der bis zu seiner Krankheit die Gastwirtschaft „Zum Römer“ bewirtschaftet hat, gehörte einer Vielzahl Troisdorfer Vereine an. … Nach schweren Verlusten im Zweiten Weltkrieg baute er Saal und Gastwirtschaft wieder auf. Im Thiesenschen Saal fanden auch die Feiern zur Stadterhebung Troisdorfs statt.“

Auf der Versammlung der Schwerbeschädigten der Dynamit-AG. Anfang März gibt ihr Obmann Hubert Eich bekannt, dass die Schwerbeschädigtenquote des Troisdorfer Werks vorbildlich sei. Unter den insgesamt 8075 Beschäftigten arbeiten 440 Schwerbeschädigte.

Auf ihrer Mitgliederversammlung Anfang März in der Gastwirtschaft Solbach beschließt die „Gesellschaft für Humor und Frohsinn Schäl-Sick Troisdorf“, sich einen neuen Namen zu geben: „Karnevalsgesellschaft „Schäl-Sick“ Troisdorf.

Am 28.3. schreibt der „Anzeiger für Rhein und Sieg“: Im Alter von 49 Jahren starb am 23. März nach schwerem Leiden in Rottach-Egern Frau Irmgard Mannstaedt. Als Tochter der bekannten Familie, nach der heute noch das große Troisdorfer Werk benannt ist, hatte sie sich ganz der Musik verschrieben. Schon vor vielen Jahren galt sie als bekannte Pianistin und Musikpädagogin. Nach dem Krieg wirkte sie am Konservatorium in Duisburg als Lehrerin, bis ein schweres Leiden ihrem Schaffen ein Ende setzte. Die Verstorbene wird nach Troisdorf überführt und in der Gruft der Familie Mannstaedt beigesetzt werden.

Am 2.4. schreibt der Generalanzeiger: „Der Landesplaner Dr. Lehmann hat die Troisdorfer Hoffnungen, dass die Stadt mit Oberlar und Sieglar zu einem zusammenhängenden Komplex zusammenwachsen könnte, mit dem Hinweis zerstört, dass zwischen dem Komplex Oberlar-Troisdorf und Sieglar immer ein breiter Schutzstreifen liegen werde, der das Zusammenwachsen verhindere.“ (Diese Frage wurde im Zusammenhang mit dem Projekt einer neuen Straße von Beuel zum Flughafen Wahn diskutiert, die seit Wochen die Gemüter erhitzte.)

Am 11. April berichtet die Siegkreis-Rundschau von einer „Werksfeier für Josef Kitz“: „Josef Kitz (64), langjähriger Sozialprokurist der Klöckner-Mannstaedt-Werke und bewährter Kommunalpolitiker, in dieser Eigenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Bürgermeister in Troisdorf, renommiertes Mitglied des Kreistags, konnte am 5. April auf 50 Arbeitsjahre in den Klöckner-Mannstaedt-Werken zurückblicken. Aus diesem Anlass wird am Montag eine offizielle Werksfeier stattfinden. Der Jubilar … begann 1909 seine Lehre als Dreher. Vor dem Ersten Weltkrieg kam der geborene Kölner mit einem großen Teil der Belegschaft nach Troisdorf. … Er war Mitglied des Betriebsrats und nach dem Zusammenbruch Vorsitzender der Betriebsvertretung. Aus dieser Funktion heraus wurde er Leiter des Sozial- und Arbeitswesens der Klöckner-Mannstaedt-Werke. … Schon in jungen Jahren trat Kitz der SPD bei … Wie groß auch immer die Verdienste sein mögen, die seine soziale Tätigkeit aufweist, sie müssen verblassen gegenüber den hervorragenden menschlichen Eigenschaften des Mannes. Er hat nicht nur ein Ohr, sondern auch ein Herz für alle; er ist ein guter Kamerad und ein Garant der absoluten Verlässlichkeit.

Unter der Überschrift “Riesenflut“ wälzte sich vom Sportplatz“ berichtet der KSTA am 28. April: „Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am Sonntagnachmittag, um den reibungslosen Abmarsch der über 5 000 Fußballfreunde nach dem Spiel des SSV 05 Troisdorf gegen SSV 04 Siegburg zu gewährleisten. Zu Tausenden drängten sich die Fußballanhänger nach dem Schlusspfiff durch die Straßen. … Der Parkplatz „Auf der Heide“ reichte naturgemäß nicht aus. Alle Zufahrtsstraßen bis hinein ins Stadtzentrum waren mit parkenden Autos und Motorrädern besetzt.“

In der Sendung „Komponisten in Nordrhein-Westfalen“ stellt der WDR am Montag, 4. Mai, 15.05 Uhr, den Troisdorfer Musikpädagogen und Komponisten Heinz Irsen vor. Das Kruschek-Quartett spielt von Heinz Irsen als Uraufführung das Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 6. Heinz Irsen … ist bisher mit verschiedenen Kammermusiken, Vokalmusik, Klavierwerken und Kompositionen für Orchester hervorgetreten.

„Der Siegkreis wird sich dem Kampf der Städte Siegburg und Troisdorf, der Gemeinde Hennef und des Amtes Menden gegen den Lärm der in Wahn startenden und landenden Düsenflugzeuge anschließen. Diese Zusage machte Landrat Etzenbach in der jüngsten Tagung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft gegen den Fluglärm“, berichtet der General-Anzeiger am 5. Mai.

Aus Anlass des 50-jährigen Dirigentenjubiläums des Musikdirektors Heinz Königshausen veranstaltet der Troisdorfer Männergesangverein am Samstag, dem 9. Mai, im Saalbau Mörsch, Troisdorf, zusammen mit dem MGV Siegburg-Wolsdorf und der Brühler Chorvereinigung 1846 ein großes Gemeinschaftskonzert zu Ehren des Jubilars.

Am 8.6. schreibt der Anzeiger für Sieg und Rhein: „Keine Verwaltungsgemeinschaft! Gemeinde Sieglar baut Rathaus. Die Tendenzen einer Annäherung an Troisdorf sind endgültig überwunden. – Die Sondersitzung, zu welcher der Gemeinderat Ende vergangener Woche zusammenkam, wird einmal als denkwürdig in die Geschichte der Gemeinde eingehen. Zwei entscheidende Ergebnisse können festgehalten werden. Bei nur vier Enthaltungen und ohne Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, in Sieglar ein neues Rathaus zu bauen. Eventuell in Sieglar zeitweilig aufgekommenen Neigungen zu einer von Troisdorf gern gesehenen Verwaltungseinheit beider Gemeinden ist damit eine entschiedene Absage erteilt worden.

Der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt am 10. Juni zum Thema Düsenflughafen Wahn: „Kampf gegen Lärm geht weiter – Kreis schließt sich dem Protest der Kommunen an … Zur Verhütung gesundheitlicher Schäden hält der Kreistag für mindestens erforderlich: 1. Die Auflage, dass zur Nachtzeit nicht gestartet wird. Die Auflage, dass bei Vorhandensein verschieden lauter Maschinen jeweils nur die leiseren starten dürfen.

Am 12. Juni teilt der Kölner Stadt-Anzeiger mit: „Wir haben zwar einstimmig beschlossen, selbstständig zu bleiben“, sagten die Sieglarer Vertreter im Koordinierungsausschuss, „das soll jedoch keineswegs heißen, dass wir damit die Tür für andere Gespräche als die über den Großraum zugeschlagen hätten. Es steht damit den gemeinsamen Plänen über das Feuerschutzwesen und anderen gemeinsam interessierenden Fragen nichts im Wege.“

In seiner Ausgabe vom 13./14, Juni fragt der Kölner Stadt-Anzeiger: „5 000 Bürger bald ohne Saal – Was soll geschehen? Die Träger des gesellschaftlichen Lebens in Spich sind bestürzt: Wo sollen wir unsere Veranstaltungen abhalten, wenn auch der letzte Saal seine Pforten geschlossen hat, wenn aus diesem letzten Raum für größere Veranstaltungen ein Kino geworden ist?

Die 85-jährigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt erhalten ab sofort zu ihrem Geburtstag ein Ehrengeschenk der Stadt, beschloss der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung. Das Ehrengeschenk wird ab dem 90. Lebensjahr jährlich gewährt.

Am Kreisleistungssingen im Troisdorfer Saal Thiesen beteiligten sich zehn Chöre aus dem Siegkreis. Sieben von ihnen erhalten die Note „sehr gut“, womit sie sich für das Bezirksleistungssingen qualifizieren.

Der soeben gegründete Fußballverein Fortuna Müllekoven beantragt zur nächsten Ratssitzung der Gemeinde Sieglar Anfang Juli einen Zuschuss zur Wiederherstellung des Sportplatzes in der Siegniederung. Die Gemeinde ist grundsätzlich bereit zu helfen, möchte aber zunächst wissen, wie viele Landesmittel dafür zu erwarten sind.

Der Bauausschuss der Stadt Troisdorf beschließt im Juli den erstmaligen Ausbau der Straßen „Am Sanderhof“ und „Im Grund“ zum Preis von 55 000 DM.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Flughafens schreibt der Stadt-Anzeiger am 22.Juli: „Wird die Wahner Heide wieder gesperrt? Schon vor Monaten tauchte das Gerücht auf, die Militärdienststellen … wollten den Truppenübungsplatz Wahn wieder sperren. Das Gerücht wurde vor Monaten zurückgewiesen. … Inzwischen wurde aber offiziös bekannt, dass die Sperrpläne ernsthaft verfochten werden.“ Und so geschieht es. Die Heide bleibt formell bis 1968 gesperrt.

Infolge des ungewöhnlich warmen Sommers ertrinken im Juli innerhalb einer Woche zwei junge Männer unweit der Eisenbahnbrücke in der Agger; ein dritter wird im letzten Augenblick gerettet. Der Bürgermeister erlässt dort ein Badeverbot.

Bürgermeister Bröhl erhält Ende Juli einen Brief des ehemaligen Troisdorfer Bürgers Rudolf Petri, den dieser am 20.Juli in Hoshiarpur, dem damaligen Exil des Dalai – Lama, abgeschickt hat. Die Rundschau schreibt über diesen Vorgang: „Troisdorfer wurde Buddhapriester.“ Petri war 1944 nach Schweden ausgewandert. 1952 wurde er in London zum buddhistischen Priester geweiht. Nach dem Tod seiner Frau verzog er 1955 nach Indien, wo er nach eigenen Angaben nach drei Monaten als erster Europäer Vorsteher eines buddhistischen Tempels wurde.

Die Gemeinde Sieglar unterstützt die Bemühungen der Schulen und Elternvertreter, auf einer vierwöchigen Wanderausstellung den Eltern und Schulkindern „gutes Spielzeug“ vorzustellen. Die Ausstellung wird vom 29.August bis 20.September in allen Sieglarer Schulen präsentiert.

Noch vor Abschluss der Badesaison vermeldet der Stadt-Anzeiger am 21.8.: „Troisdorfer Bad hat Rekord gebrochen. Das Freibad an der Agger hat schon jetzt, Mitte August, den im vergangenen Jahr mit 73 000 Besuchern erreichten Rekord gebrochen und wird in diesem Jahr weit über 80 000 Badegäste aufgenommen haben, wenn die warmen Tage, die soeben wieder unser Land beherrschen, noch etwas anhalten. … Die Badegäste sind vor allem über die peinliche Sauberkeit aller Einrichtungen erfreut. Dieser Erfolg geht vor allem auf die emsige Arbeit des Bademeisters Erbshäuser zurück, der von morgens bis abends tätig ist und meistens nicht vor halb zwölf Uhr abends die Türe des Bades hinter sich schließen kann. Dabei beginnt er schon morgens um sechs mit den Vorarbeiten.“ Zum Schluss der Saison verzeichnet die Statistik 104 300 Besucher.

Am 26.8. erleben Troisdorf und Siegburg einen Menschenauflauf, wie es ihn vorher und nachher nicht wiedergegeben hat. Dwight D. Eisenhower, der Präsident der USA, kommt zum Staatsbesuch nach Bonn. Kurz nach 19 Uhr landet sein Flugzeug in Wahn. Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer empfängt ihn mit seinem gesamten Kabinett. Mehr als 70 Autos bilden anschließend einen Konvoi, der sich mit Tempo 30 vom Flughafen durch Wahn, Spich, Troisdorf und Siegburg nach Bonn schlängelt. Die Orte sind mit Fahnen, Transparenten und Bildern geschmückt. Hunderttausende bilden ein dichtes Spalier, um „Ike and Conny“ zu begrüßen. Sowohl in Troisdorf als auch in Siegburg halten sie kurz an, um Geschenke entgegen zu nehmen.

Zu Beginn des neuen Schuljahres wird in Sieglar der Kindergarten an der Mühlenstraße feierlich eingeweiht. Er wurde nach Plänen des Architekten Niggemann für 135 000 DM erstellt. Bei seiner Eröffnungsrede sagt der stellvertretende Bürgermeister Baum den Anwesenden, wer Sorgen habe, möge sich getrost an die Verwaltung oder ihn wenden. Prompt meldet sich Volksschulrektor Kaltwasser zu Wort und weist auf die Sieglarer Schulprobleme hin.  In der Tat hat Sieglar angesichts ständig steigender Einwohnerzahlen großen Nachholbedarf an Schulen.

Am 14.9. berichtet der Stadt-Anzeiger: „Eisenhower dankte persönlich. Der Dankesbrief an den Troisdorfer Bürgermeister trägt die persönliche Unterschrift des amerikanischen Präsidenten. „Ich möchte mich bei Ihnen und Dr. Kaesbach herzlich für das Buch über Troisdorf bedanken … ebenso für den Teller mit dem Wappen Ihrer Stadt. Ich danke Ihnen auch für Ihre guten Wünsche zum Erfolg der Mission, die mich nach Europa gebracht hat.““

Am 28.9. wird der zweite Sportplatz auf der Heide eingeweiht. Bürgermeister Bröhl überreicht dem Vorsitzenden des Turnvereins, Dr. Joseph Haller, die Schlüssel des neuen Platzes, der vor allem den Leichtathleten zur Verfügung stehen soll.

Aus Anlass der Kunststoffmesse in Düsseldorf erstellen Mitarbeiter der DAG im Oktober vor dem Gebäude des wissenschaftlichen Labors ein Haus, das nahezu ganz aus Kunststoff besteht.

Am 17.Oktober meldet die Rundschau: „Das Aggerwehr in Troisdorf ist schon seit Wochen völlig trocken. Zwar gibt der Aggerverband aus seiner Talsperre zwei Kubikmeter Wasser je Sekunde an die Agger ab, aber selbst diese Menge reicht mit dem geringen Zufluß der großenteils ausgetrockneten Nebenbäche nicht mehr aus, um den Unterlauf der Agger mit Wasser zu beschicken.“

Am 30.Oktober besucht Belgiens König Baudouin die belgischen Kasernen in Altenrath und Spich. Die Generäle Baron Jacques de Dixmude und Cortiens begrüßen ihn gemeinsam mit einigen tausend Soldaten und zahlreichen belgischen und deutschen Zivilpersonen. Anlässlich eines Lunchs im Spicher Kasino begrüßen ihn die Spitzen des Kreises und der Städte Siegburg und Troisdorf. Im Anschluss daran fährt der König zum Staatsbesuch nach Bonn.

Anfang November gestaltet Willi Schell das Herbstkonzert des Werkchors der DAG erstmalig in der Beethovenhalle in Bonn. Weitere Mitwirkende sind die Sopranistin Ilse Hollweg und der Pianist Wilhelm Precker. In seinem Grußwort sagt der Vorsitzende Dr. Walter: „Es bedeutet für den Werk-Chor eine hohe Ehre, dass er schon kurz nach der Eröffnung der neuen Beethovenhalle in diesem weihevollen Hause konzertieren darf.“ (Die Beethovenhalle wurde im September eingeweiht.)

Im Verlauf der Herbstmonate treffen sich die Troisdorfer Karnevalisten wiederholt, um die kommende Session vorzubereiten. Das deprimierende Ergebnis: Im dritten Jahr hintereinander gibt es keinen Prinz Karneval.

Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfests besucht Bürgermeister Bröhl alle über 85 Jahre alten Bürgerinnen und Bürger der Stadt, um ihnen ein Geschenk zu überreichen.

Zum Jahreswechsel blickt Sieglars Bürgermeister Bernhard Dresbach auf das vergangene Jahr zurück und auf das neue Jahr voraus: „1959 konnten wichtige Aufgaben gelöst werden. So konnten der Schulneubau in Bergheim und der Erweiterungsbau in Müllekoven begonnen werden. Beide Projekte werden im kommenden Jahr fertiggestellt. Im Straßenausbau und Kanalbau hat die Gemeinde vorbildliches geleistet, ebenso für die Verkehrssicherheit. Gewiß, alle Wünsche konnten nicht erfüllt werden. Ich denke dabei an den so notwendigen Schulneubau für Sieglar, an die ebenso notwendige Erweiterung des Rathauses und nicht zuletzt an den Bau der Turnhalle in Spich. Das sind Aufgaben, denen sich der Rat im kommenden Jahr besonders annehmen wird.“

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