Kopfbild - 4 historische Motive mit Schriftzug: Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf
Fakten
Das neue „Troisdorfer Jahresheft“ ist fertig, die Nummer 39 seit dem ersten Erscheinen und das fünfte Heft unter der Verantwortung des Heimat- und Geschichtsvereins Troisdorf.
 
 
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Das Troisdorfer Jahresheft 2009 ist erschienen!

Bunt und zum Anbeißen kommt es daher - das 39. Troisdorfer Jahresheft, zum fünften Mal vom Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf herausgegeben.

Image 

  • Die Titelseite ziert ein farbenfrohes Foto des Troisdorfer Fotografen Heinz Müller aus den fünfziger Jahren. Es stellt eine nostalgische Verkaufsszene in einem kleinen aber feinen „Tante Emma-Laden“ in der Hermann-Löns-Straße dar. Bildmittelpunkt ist die Besitzerin Grete Klein, die im Frühjahr diesen Jahres im gesegneten Alter von 99 Jahren verstarb.

  • Der erste Beitrag im Heft nimmt das Titelthema auf – von Heinz Müller fotografierte Menschen in typischen Arbeits- und Alltagssituationen in der Anfangszeit der alten Stadt Troisdorf. Klaus Schmitz kommentiert die Fotos zurückhaltend und einfühlsam.

  • Ulrike Alsleben zeichnet die Sammelleidenschaft ihres kunstliebenden Onkels Wilhelm Alsleben nach, dessen Sammlung von Originalillustrationen für Kinder- und Jugendbücher den Grundstock für das Troisdorfer „Museum für Bilderbuch- und Illustrationskunst“ wurde. Sie beschreibt, wie das Engagement ihres Onkels und die Innovationsfreudigkeit der damaligen Stadtoberen das Museum in der Burg Wissem ermöglichte, welches nach bescheidenem Anfang durch Erweiterung und ständig zunehmender Professionalisierung zu seiner heutigen einzigartigen Bedeutung in der deutschen und europäischen Museumslandschaft gelangte.

  • Klaus Schmitz reichert den Artikel durch kurze Beiträge zu Schlaglichtern aus der bewegten Museumsgeschichte an.

  • Der musealen Zukunft Troisdorfs widmet sich Harald Schliekert. Er beschreibt und erläutert die Pläne für die Errichtung des „Museums für Stadt- und Industriegeschichte Troisdorf“, kurz: MUSIT, nach heutigem Stand. Das Museum wird nach einem gründlichen Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes gegenüber der Burg Wissem zusammen mit dem Bilderbuchmuseum und dem ebenfalls geplanten „Tor zur Wahner Heide“ eine Art Troisdorfer Museumsinsel bilden.

  • Wesentlicher Kernpunkt der industriegeschichtlichen Sammlung werden neben anderen bereits bestehenden Sammlungen die Bestände des „Troisdorfer Kunststoff-Museums“ sein. Dessen Sammlung bringt uns Dr. Volker Hofmann nahe. Er macht deutlich, dass anhand der Exponate aus einer Zeit von über hundert Jahren dem Museumsbesucher die wechselvolle, aber bis vor ein paar Jahren erfolgreiche Geschichte der Troisdorfer Kunststoffindustrie verständlich, interessant und lückenlos erklärt werden kann. Fotos von Klaus Schmitz illustrieren den Beitrag informativ.

  • Winfried Hellmund entführt uns nach soviel Gegenwart und Zukunft in eine Zeit von vor 400 Millionen Jahren. Er weist in gewohnt gründlicher Manier anhand von eigenen fossilen Fundstücken nach, dass sich da, wo heute Troisdorf liegt, einst eine Flachmeerküste erstreckte. Nach der Lektüre wird so mancher in der nächsten Zeit gesenkten Kopfes durch die Heide laufen und Steine mit anderen Augen ansehen, in der Hoffnung selbst fossile „Meeresfrüchte“ zu finden. Winfried Hellmund bereichert seit 38 Jahren die Troisdorfer Jahreshefte mit seinen international anerkannten wissenschaftlichen Beiträgen zu Flora und Fauna unserer Heimat.

  • Von der bezaubernden Geschichte eines „Arbeiters“, der zum „Romantiker“ wurde, berichtet Yvonne Andres-Péruche. In Mäanderform setzte unser Layouter Florian Hansen deren packende Schilderung des Troisdorfer „Mühlengrabens“, der am Aggerwehr anfangend bis zur Mündung in die Sieg sechs der zwölf Troisdorfer Stadtteile berührt. Eindrucksvolle Fotos von Thomas Ley begleiten den Textfluss.

  • Ein Leckerbissen besonderer Art ist die von Heinz Fischer geschriebene Chronik des Karnevalvereins „Damenkomitee ‚Halt Pohl‘ Friedrich-Wilhelms-Hütte“. Als Kenner der „Hütte“, beschreibt der Autor humorvoll und akribisch die wechselvolle 75jährige Geschichte dieses ersten reinen Frauenvereins in unserer Region. Endlich wird hier auch mal erklärt, warum die Damen auf der Hütte „Pohl“ halten und die Männer „Pool“.

  • Ein Denkmal in Text und Bild setzt Klaus Schmitz dem Troisdorfer Bürgerhaus, das 30 Jahre nach seiner Erbauung einem Einkaufszentrum weichen soll. Er beschreibt dessen Geschichte von der Planung über glanzvolle kulturelle Hochzeiten bis zum Niedergang von heute.

  • Da liegt es für denselben Autor nahe, im anschließenden Beitrag an Helmut Schulte zu erinnern, der als Theaterliebhaber die „Goldene Zeit des Bürgerhauses“ fotografisch dokumentierte. Helmut Schulte war von 1971 bis zu seinem Tod im Februar 2004 Leiter des “Arbeitskreises Troisdorfer Jahreshefte“.

  • Peter Haas schreibt als Zeitzeuge über das erste „Bildhauertreffen Troisdorf“ und den Bau der “Stadttore“ vor 25 Jahren. In dieser Zeit und in den Jahren danach herrschte in Troisdorf eine kulturelle Aufbruchstimmung, die mit dem Bildhauertreffen und dessen Folgeaktionen das Stadtbild mit vielen weit über die Stadtgrenzen hinaus beachteten Kunstwerken belebt hat. Haas bedauert, dass seit 1997 die Troisdorfer Tradition der Bildhauersymposien abgerissen ist.

  • Dr. Willy Neußer, Eberhard Ohren und Adele Müller bringen den Leser – so dieser sprachkundig ist – wieder mit ihren traditionellen Mundartbeiträgen zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Zum besseren Verständnis - nicht nur für Imis - hat Eberhard Ohren die Texte auch diesmal zeichnerisch illustriert.

  • Als Vorgeschmack auf sein entstehendes Buch zur Ortsgeschichte von Spich stellt Matthias Dederichs, langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Troisdorf, Überlegungen zur ersten Besiedlung im Spicher Raum, zu römischer Präsenz und zur Deutung des Ortsnamens „Spich“ an. Der Autor vermutet, dass auf dem Spicher Kolberg ein römischer Wachturm gestanden haben könnte. Aus der lateinischen Bezeichnung für einen solchen Turm „specula“ sei der Name „Spich“ entstanden. Dass die ersten Spicher im „Spicher Maar“, dem Bereich zwischen Spichbusch-, Maar- und Porzer Straße, siedelten, belegen jüngste Ausgrabungen in diesem Gebiet.

  • Manfred Steins lässt den traditionsreichen „Troisdorfer Männerchor“ hochleben, der im nächsten Jahr unter dem Vorsitz von Horst Gehlen und der musikalischen Leitung von René Backhausen sangesfreudig sein hundertjähriges Bestehen feiern wird.

  • Mit der Erwartung weckenden Überschrift „Beleidigungen auf beiden Seiten“ setzt Karlheinz Ossendorf seine kommunalpolitische Chronik fort. Diesmal erinnert er an die stadtgeschichtlichen Höhepunkte und Höhepünktchen der Jahre 1986 bis 1987.

  • Mit ihrem zweiten Beitrag in diesem Heft wagt sich Yvonne Andres-Péruche erfolgreich ins humoristische Fach. Ihre wahrhaft „Heiteren Familiengeschichten von Anno Pief“ lassen vermuten, dass diese Geschichten ihrer eigenen Kindheit entsprungen sind. Ein Genuss sind sie allemal.

  • Last but not least lässt Friedhelm Lier den Leser an einem „Streifzug durch das Sieglarer Theaterleben von 1919 bis 2009“ teilhaben. Seit der Gründung des ersten Theatervereins in den Nachkriegswirren des Ersten Weltkrieges hat es, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, immer wieder Freunde des Amateurtheaters gegeben, die ihre Mitbürger mit Aufführungen aus Theatergattungen aller Art – bis hin zur Operette – erfreuten. „90 Johr Theater en Loor“ und kein Ende in Sicht, dafür garantiert der Verein „Bühnengesellschaft Sieglar – Die Volksbühne 1919/1963“.

  • Traditionell, d.h. seit drei Jahren, ziert eine Fotocollage des Troisdorfer Fotografen Thomas Ley die Rückseite des Heftes. Jedes Jahr zeigt er völlig subjektive Impressionen eines Troisdorfer Stadtteils. Nach Eschmar und Oberlar ist es in diesem Jahr Troisdorf selbst.

Das Troisdorfer Jahresheft 2009 ist zum Preis von 8 € in folgenden Geschäften erhältlich:

  • Buchhandlung Kirschner, Hippolytusstr. 19, Troisdorf

  • Mayersche Buchhandlung, Kölner Str. 13, Troisdorf

  • Tabakwarenfachgeschäft Andre Kreuzer, Kerpstr. 36, Sieglar

  • Spicher Schreibwaren (Postfiliale), Freiheitsstr. 2, Spich

  • Tabak und Zeitschriften Schäfer, Roncallistr. 55, FWH

  • Bestell-Shop Assenmacher, Sieglarer Str. 83, Oberlar

  • Schreib- und Spielwaren Schöneshöfer, Bergstr. 3, Bergheim



 
Jetzt erschienen - Aufbruch Troisdorfs

Titel von Band 17... Den Troisdorfern darf man also eine verhaltene Distanz zu der ihnen aufgezwungenen Obrigkeit und Monarchie bescheinigen. Allerdings erforderte der jahrzehntelange Prozess der Einbindung der Rheinlande in den preußischen Staatsapparat und seine Zucht von beiden Seiten einen nicht immer vorhandenen Kompromisswillen und Toleranz. Trotz der in distanzierender Amtssprache abgefassten Äußerungen der auf hohem Ross sitzenden Beamten wird zuweilen nur unzureichend die gegenseitige Verärgerung im Schriftverkehr verdeckt. Beamte, die als Einjährig-Freiwillige gedient hatten, sich an Adel und Offizierskorps orientierten und daher prompte Ausführung ihrer Anordnungen erwarteten, hatten es mit Bauern zu tun, die an den Umgang mit Ochsen gewöhnt waren und mit geduldigem Warten auf das Heranwachsen der Ernte nach bewährten Methoden die Felder bestellten. Gegenüber militärischen Befehlen, die verquer zum Ablauf des bäuerlichen Jahres standen, hatte die Volksseele ein Wort parat: ,,Die könne mir de Naache däue.'' Gestört und bedrängt fühlten sich die in bäuerlichen Traditionen aufgewachsenen Dorfbewohner oft durch die von landesväterlicher Sorge getragene Regierung, wenn ihnen unbequeme Verbesserungsvorschläge nahegelegt wurden. Was dem Nutzen des Bauerndorfes letztlich diente, war den von Alltagssorgen und Nöten geplagten Zeitgenossen keineswegs klar erkennbar. Da die Partner sich nicht gegenseitig erwählt hatten, wurde die unter ungünstigen Umständen erfolgte Übernahme der rheinischen Lande von Anfang an nicht nur seitens der Rheinländer, sondern vor allem vom preußischen König und seinen adligen Führungskreisen als belastend empfunden. Mit dem Wechsel der Generationen und der Bewältigung von manchen Problemen wurden einige Gegensätze gemildert, bis durch den Sieg von 1870/71 über Frankreich die Grundstimmung sich auch in Troisdorf nachweislich zu Gunsten der Preußen wandelte. ...

Ab sofort in Ihrer örtlichen Buchhandlung oder über den Verein zu haben.

 
1929er Troisdorfer Spätlese
Es handelt sich um die Erinnerungen von Hans Mundorf mit dem Titel „1929er Troisdorfer Spätlese“.

ImageHans Mundorf, Journalist, 1929 in Troisdorf geboren, ehemals Mitglied der Chefredaktion des Handelsblattes, schildert in diesem Buch seine Kindheit und Jugendzeit in Troisdorf im Spannungsfeld zwischen Familie, Kirche, Schule, Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegswirren.

Dieses Buch wird nicht nur Leser der Altersklasse des Autors finden, von der er schreibt, sie sei „weniger den Historikern als den Biographen zugänglich“; es ist auch eine Offenbarung für die Nachkommen des 1929er Jahrgangs, die nicht das Glück haben, wort- und schriftgewandte Eltern zu haben. Hier findet man Antworten auf Fragen, auf deren Beantwortung man schon lange wartet oder auf Fragen, die man noch nie gestellt hat.


 

 
Aktueller Termin zum Mitmachen!

Radtour mit Peter Haas rund um die Wahner Heide.

Samstag, 19. Juni, 15 Uhr Treffpunkt: Burg Wissem

Verlauf der Strecke:

Aggerstadion-Röhrichtsiefen-Fliegenbergheide-Altenrath-1000-jährige Eiche-Hasbach-Bambi-Stephansheide-"Russenfriedhof"-"Pionierübungsbecken"-Gut Leidenhausen-Grengel-Lind-Spich-Troisdorf;
Strecke: ca. 40 km;
Fahrzeit ca. 4 Stunden.
Einfach vorbeikommen und mitfahren!


 
Ergänzendes Bild jetzt in diesem Beitrag:

„Troisdorf und seine Stadtteile in alten und neuen Ansichten“ von Heinrich Brodeßer

Brodeßer und Haas Troisdorf – „Wenn Heinrich Brodeßer, einer der renommiertesten Troisdorfer Heimatforscher, ein solches Werk von uns herausgeben lässt, ist das sicher sehr erfreulich und ehrenvoll!“ Peter Haas, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Troisdorf, war sichtlich stolz, als er das jüngste und besonders ausgefallene Werk von Brodeßer der Presse vorstellte. „Troisdorf und seine Stadtteile in alten und neuen Ansichten“ heißt der Bildband, der jetzt im Handel erhältlich ist.

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Erste Stolpersteine für Troisdorf

Stolpersteine

Nunmehr hat auch Troisdorf die ersten „Stolpersteine“. Am 17. August 2007 legte der Kölner Künstler Gunter Demnig drei Messing-Steine in Erinnerung an Emanuel, Regina und Günther Meier in den Bürgersteig der Straße „Im Grotten“. Wie schon in über 200 anderen Gemeinden Deutschlands will Demnig gegen das Vergessen arbeiten.

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Von „Dynamit Nobel“ zum Industriepark Troisdorf

ImageDa hatte der Heimat- u. Geschichtsverein Troisdorf genau den richtigen „Riecher“: Weit über 100 Interessenten folgten der Einladung des HGT zu einem Rundgang über das frühere Betriebsgelände der Dynamit Nobel AG. Aber es sollten nicht nur die nostalgischen Erinnerungen früherer Angestellter geweckt werden, sondern auch über die Zukunftshoffnungen informiert werden, die sich mit dem „Troisdorfer Industriepark“ verbinden.

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